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“Gut so. Und nun entfern’ Dich von dem Tisch!” Der Fremde hatte seine doppelläufige Schrotflinte noch immer auf sie gerichtet. Sie machte einige hastige Schritte rückwärts, bis sie mit dem Rücken an die Wand gepresst war. Das spärliche Licht, das durch die bretterverschlagenen Fenster sickerte tauchte alles in einen graubraunen Schimmer, der Staub waberte langsam durch die Lichtstrahlen. Er hatte sie überrascht, als sie sich in der verlassenen Hütte nach Konserven und anderen Dingen umschaute, die ihr Überleben sichern würden. “Ich werde Dir nichts tun.” versicherte er ihr, hielt dabei seine Waffe aber weiterhin auf sie gerichtet. Langsam näherte er sich dem Tisch und den Papieren, die darauf verteilt lagen. “Irgendwas interessantes dabei?” Sie antwortete nicht, sondern starrte nur an die ihr gegenüberliegenden Wand. “Mach’s Maul auf, Süße! Ich frage dich nochmal: Ist etwas interessantes zwischen den Papieren?” Nichts. “Ich hab nicht ewig Zeit!” Die beiden Läufe richteten sich noch höher, wobei sie kurz aufblitzten, als sie einen Lichtstrahl kreuzten. Sie schaute nun direkt in die Öffnungen, in denen sich ihr Tod befinden könnte. “Ich.. ich weiß es nicht, ich konnte sie selber noch nicht genauer unter die Lupe nehmen.”

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Die Fetzen ihres Mantels schleiften durch den Schnee und hinterließen feine Streifen, die die Spuren ihrer Stiefel miteinander verbanden. ‘Fast wie damals’ dachte sie, während sie sich durch die eisigen Massen kämpfte. ‘Damals…’ Damals war nunmehr nichts weiter als ein schemenhaftes Gebilde ihres Verstandes, welches mit der Zeit nur noch mehr zu zerfallen drohte. Bald würden auch die letzten warmen Erinnerungen den grauschwarzen Eindrücken ihrer Umgebung weichen müssen und der letzte Teil ihrer Menschlichkeit langsam zugrunde gehen. Die Kleidung die sie trug, ihr löchriger Rucksack und ein zur Hälfte verbranntes Foto war alles, was ihr geblieben war.

In der ferne ragten die Überreste der längst vergangenen Zivilisation wie abgenagte Gebeine in den Himmel, dunkel, zerfallen und in sich zusammengebrochen.

Normalerweise mied sie die größeren Städte, oder vielmehr das, was von ihnen übrig geblieben war. Nicht so sehr, als würden sie die einstig mit Leben verbundenen Fassaden sie schmerzen, vielmehr hatten sich die ehemaligen Stadtgebiete zu einem Hort von Dieben und Mördern entwickelt. Doch ihre Vorräte waren verbraucht und die Natur um sie herum gab nicht mehr als Schnee, Staub und von Zeit zu Zeit die Überreste von Tierkadavern, an denen sich andere Überlebende genüsslich getan hatten.

Sie war nun noch kaum einen halben Tagesmarsch entfernt von der Stadt, in der sie zu der Zeit vor der großen Katastrophe gelebt hatte.

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